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Tagung: Laborrundgang HAWK Hildesheim

HAWK

Insgesamt 12 Lehmbauinteressierte folgten der Einladung zu der Veranstaltung an die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) nach Hildesheim. An der HAWK werden an den 3 Standorten Hildesheim, Holzminden und Göttingen heute insgesamt 48 Studiengänge für Bachelor und Master angeboten. Das seit rund 20 Jahren angebotene Seminar für Lehmbau geht auf das Engagement unserer NetzwerkLehm-Mitglieder Prof. Dr.-Ing. Georg Maybaum und Prof. Dr.-Ing. Birgit Franz zurück. Gerade im Zeichen des Klimaschutzes und der Nachfrage an modernes, nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen wird auch der Bachelorstudiengang Green Building an der HAWK in Holzminden angeboten. Noch vor wenigen Jahren waren die Labore am Standort Holzminden unter der Leitung von Hans-Josef Ziesen angesiedelt. Im Zuge der Modernisierung zogen die Labore in den Hochschulstandort nach Hildesheim um.

Die Tagung begann mit einer freundlichen Begrüßung an der Fakultät Bauen und Erhalten. Der anschließende Laborrundgang stand ganz im Fokus der Lehmzusatzmittel für die industrielle Anwendung, wie z.B. für tragende Lehmbauteile oder -dämmung. Um die Vorteile des Lehmbaus zukünftig in einem erweiterten Anwendungsbereich zu nutzen sind entsprechende Untersuchungen und Forschungen notwendig. Es muss sichergestellt sein, dass beim Bauen mit Lehm alle üblichen Anforderungen, wie z.B. die Standsicherheit, die Gebrauchstauglichkeit aber auch an die Zuverlässigkeit des Tragwerks erfüllt werden.

In dem ersten Labor (Labor für Bauphysik) zeigte Oliver Schmidt Prüfverfahren zur Ermittlung von Schallemissionen an verschieden Bauteilen (Wand, Decke) unter den Einsatz verschiedener Materialien; vor allem dem des ökologischen Lehmzusatzmittels.

Ein weiteres Highlight der Tagung stellte sich im Experimental Technology Laboratory dar. Der Tutor Fin Tacke (Produktdesign) gab den Interessierten tolle Einblicke in die Machbarkeit des 3-D Druckes mit Lehm - auch hier werden in den Versuchen deutlich bessere Ergebnis (Haltbarkeit, Festigkeit, Formbarkeit etc.) mit den bereits erprobten Zusätzen erreicht. In dem Labor für Geotechnik, Labor für Wasserbau stellte M.Eng. Oliver Rosenbusch den 'Stand der Dinge' der Stampflehm basierenden Fußbodenheizung bzw. dem Hinzufügen von Zusatzstoffen zur Stabilisierung von Lehm in zahlreichen Beispielen vor. Besonders eindrucksvoll erschien die Demonstration der Festigkeit eines Lehmbauteils durch festes Aufschlagen auf den Boden - ohne sichtbare Auswirkung auf das Bauteil.


Bildimpressionen

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Zusammenfassend stellen sich die Vorteile (mit dem Öko-Lehmzusatzstoff) wie folgt dar: u.a. Erhöhung der Biegezugfestigkeit bis auf zu 15 N/mm², die Druckfestigkeit auf bis zu 20 N/mm² und bei der Haftfähigkeit sind Werte bis zu 2,3 N/mm² möglich. Die Beständigkeit gegen Wasser steigt auch merklich. Das Material bleibt trotzdem recyclebar.

Die anschließende Diskussionsrunde zeigte Begeisterung für die Arbeit der HAWK und den Arbeiten und Bestrebungen des NetzwerkLehm e.V. für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft.





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